
Wer heute grenzüberschreitend gründen oder skalieren will, stößt in der EU auf 27 nationale Gesellschaftsrechte, divergierende Registerpflichten und hohe Transaktionskosten. Die Idee einer „EU Inc.“ zielt auf eine optionale, unionsweit einheitliche Rechtsform, die Kapitalbeschaffung, Beteiligungsmodelle und digitale Gründung vereinfacht.
Für Unternehmen, Investoren und Kapitalmarktakteure stellt sich die Frage nach dem konkreten Mehrwert: Reduziert die neue Rechtsform tatsächlich Bürokratie und Fragmentierung, oder entsteht eine zusätzliche Ebene neben bestehenden Instrumenten wie der Societas Europaea? Welche Auswirkungen ergeben sich für Standortwettbewerb, Steuerfragen und Mitbestimmung?
Aus sozialdemokratischer Sicht ergeben sich noch weitere entscheidende Fragen, vor allem in Bezug auf Mitbestimmung, Standortwettbewerb und Steuerfragen.
Prof. Dr. René Repasi, Mitglied des Europäischen Parlaments und Berichterstatter für die EU Inc., ordnet den legislativen Stand ein und diskutiert Ausgestaltung, Reichweite und die wirtschaftspolitischen Erwartungen an das Vorhaben. Im Anschluss an seinen Impulsvortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion mit den Teilnehmenden.
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